Einfache Fälle

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Fall 3612

22-jähriger Mann: "Seit gestern juckt es mich so fest an den Lippen, dass ich es kaum mehr aushalte. Die Lippen sind auch so komisch geschwollen."

Nein, noch nie.

Gute Frage. Der Patient könnte einen Hinweis auf die Genese geben.

Ja. Also dei Lippen jucken und sind geschwollen. Der Mund fühlt sich so an, als ob ich kein Gefühl mehr hätte darin. Ach ja, und heute morgen war ich auch noch heiser.

Wichtige Frage. Sie können so zum Beispiel von einem grippalen Infekt mit Mund-Rachen-Beteiligung unterscheiden.

Nein.

Wichtige Frage. Die Haut ist das am häufigsten betroffene Organ von Arzneimittelreaktionen.

Nein, nicht, dass ich wüsste. Zum Frühstück ein Müesli und heute Mittag habe ich einen Salat gegessen.

Gute Frage. Die typische Klinik lässt einen an eine Nahrungsmittelallergie denken. Nahrungsmittelallergien äussern sich oft an der Haut.

Ich habe Heuschnupfen seit ich 14 Jahre alt bin.

Gute Frage. Sie denken an eine Kreuzreaktion mit Pollen, die eine Nahrungsmittelallergie auslöst.

Ja, das habe ich mal testen lassen. Das ist, glaube ich, Birke und dann noch einige andere Pollen.

Gute Frage. Dieses Krankheitsbild tritt typischerweise bei Patienten mit Sensibilisierung auf.

Wählen Sie die richtigen Effloreszenzen:

Wählen Sie die richtige Diagnose:

Der klinische Befund mit juckenden, geschwollenen Lippen, pelzigem Gefühl im Mund, die Anamnese auf Birkenpollenallergie und der positiv ausgefallene Prick- und Reib-Test bestätigen die Diagnose.

Das brennende Erythem beim Sonnenbrand entsteht wenige Stunden nach Sonnenexposition an den der Sonne ausgesetzten Arealen.

Beim akuten allergischen Kontaktekzem treten die ersten Hautveränderungen anders als beim oralen Allergiesyndrom erst 24 bis 48 nach Exposition auf. Es entsteht ein erythematöses Exanthem mit Bläschen.

Das fixe Arzneimittlexanthem äussert sich typischerweise in einer solitär stehenden lividen Macula.

Wählen Sie die richtige(n) Therapie(n):

Bei einer Nahrungsmitelallergie ist die Allergenkarenz unumgehbar.

Bei vielen Allergikern auf Apfel, Sellerie und Karotten genügt es, die Nahrungsmittel durch Kochen zu denaturieren, da die verantwortlichen Allergene hitzelabil sind.

Zur Behandlung des Juckreizes können Antihistaminika jederzeit eingesetzt werden.

Es besteht die Möglichkeit, dass der Patient eine Immuntherapie mit Pollenextrakten durchführt. Nach 3 bis 4 Jahren kann bei ca. 80% der Patienten eine deutliche Verbesserung der respiratorischen Symptomatik festgestellt werden. Die Beschwerden aufgrund allergen wirkender Nahrungsmittel bessern allerdings lediglich in etwa 50% der Fälle.

Bei Patienten mit Nahrungsmittelallergie ist es ratsam, ein Notfall-Set abzugeben. Dieses enthält Adrenalinpen, Antihistaminika- und Kortisontabletten.

Testen Sie Ihr Wissen anhand folgenden Multiple Choice Fragen:

Frage 3114
Art: K
Nahrungsmittelallergie
Frage 3113
Art: A
Nahrungsmittelallergie
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