Einfache Fälle

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Fall 27

Ein Patient klagt seit 3 Tagen über Brennen beim Wasserlassen.

Na ja ich habe zur Zeit keine feste Freundin, also in den letzten 4 Wochen waren das zwei Frauen, das war ein bisschen dumm, die kannte ich eigentlich gar nicht. Also ein Kondom habe ich nicht genommen, dass war jedesmal mehr so spontan.

Diese Information erhalten Sie üblicherweise nicht schon nach einer Frage, sondern müssen mehrmals nachhaken um ein Infektionsrisiko abschätzen zu können.

Nein, nicht dass ich wüsste.

Hinweise auf ein mögliches Risikoverhalten.

Nein, nicht dass ich wüsste.

Selbst wenn beim Patienten selbst eine solche Missbildung vorläge und damit vielleicht Infektionen begünstigt werden, hilft die Frage nach der Familienanamnese hier nicht weiter.

Nein.

Zusätzlich Symptome können Hinweise auf die Aetiologie und den Schweregrad einer Erkrankung geben.

Ja ich habe eine Penicillinallergie, hier ist mein Allergiepass.

Ein wichtige Frage im Hinblick auf eine mögliche Therapie.

Gelegentlich kommt ein Tropfen klare Flüssigkeit aus der Harnröhre.

Neben der Dysurie kann auch Fluor und die Beschaffenheit desselben einen Hinweis auf die Atiologie geben.

Wählen Sie die richtigen Effloreszenzen:

Es findet sich kein Ulcus.

Wesentlich sind die anamnestischen Angaben des Patienten.

Es findet sich keine Urtica.

Es besteht keine Atrophie.

Wählen Sie die richtige Diagnose:

Die Gonorrhoe verursacht üblicherweise einen ausgeprägten rahmigen Fluor.

Bei der Chlamydienurethritis findet sich ein eher seröser Fluor.

Eine Skabies führt nicht zu einer Urethritis. Es finden sich bei der Skabies jedoch am äusseren Genitale typische Papeln, Knoten und gangartige Veränderungen, die auf die Diagnose hinweisen können.

Bei der Porphyrie wird zwar die Untersuchung des Urins zur Diagnosestellung herangezogen, jedoch keine Dysurie beobachtet.

Wählen Sie die richtige(n) Therapie(n):

Diese Therapie ist auch in der Schwangerschaft möglich.

Erstens das falsche Antibiotikum, zweitens in einer für jegliche Indikation ungenügenden Dosierung, drittens hatte der Patient Sie über seine Penicillinallergie informiert.

Nach Möglichkeit sollte auch der Partner untersucht und behandelt werden. In diesem Fall war das bei den Gelegenheitskontakten nicht möglich.

Diese Therapie kann beim uretralen Reizsyndrom hilfreich sein, nicht jedoch bei der Chlamydienurethritis.

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